Die Jugendgruppe feiert ihr zehn-jähriges Jubiläum

Wir haben zum Jubiläum eine vielseitige Mitmachausstellung „Astronomie für Klein und Groß“ erarbeitet, die wir vom 8.11. bis 14. 11. 2021 im Klösterle in Weil der Stadt präsentieren. Dazu laden wir alle herzlich ein. Vorbeischauen lohnt sich.

Wir bieten Workshops an für kleine und große Interessierte zu verschiedenen Themen. Außerdem gibt es Führungen durch die Ausstellung.

Die Eröffnung findet am Montag, den 8.11.2021 um 17Uhr statt.

Die Öffnungszeiten sind Dienstag, den 9.11. bis Samstag, den 14.11. 2021 von 14 bis 18.30, am Donnerstag bis 20.00Uhr, am Sonntag, 14.11.2021 von 14-17Uhr.

Für den Besuch der Ausstellung sind die geltenden Corona-Regeln einzuhalten. Zutritt nur für Geimpfte und Genesene. Es gilt Maskenpflicht.

Zeitplan Workshops und Asteroidensuche

 Tag

 Mo. 08.11

 Di. 09.11. Mi. 10.11. Do.  11.11. Fr. 12.11. Sa 13.11.

 Workshop

10:00-11:30

         

 SOFIA

(ab 10 Jahren)

Workshop

14:00-15:30

         

Sterne und Sternbilder

(ab 7Jahren)

 Workshop

15:30-17:00

 

Planetensystem-und Exoplaneten

(ab 7 Jahren)

Sterne 

(ab 12 Jahren)

 

 

 

Astrofotographie mit einfachen Mitteln

(ab 10 Jahren)

Astrofotographie mit einfachen Mitteln

(ab 10 Jahren)

 17:30-18:30    Asteroidensuche  Asteroidensuche    Asteroidensuche  

Anmeldungen zu den Workshops hier

Führungen und Workshops sind auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Beschreibung Workshops und Asteroidensuche

Planetensystem und Exoplaneten (ab 7 Jahren)
Im Sonnensystem gibt es viele Körper, die um die Sonne kreisen. Auch eine Vielzahl von Monden sind bekannt. In diesem Workshop erfahrt ihr einiges über unser Sonnensystem und andere Planetensysteme.

Dienstag, 9.11.2021, 16-17:30Uhr, Klösterle Weil der Stadt

Sterne und Sternbilder (ab 7 Jahren)
Der Himmel ist voller Bilder, die sich die Menschen vor langer Zeit ausgedacht haben. Gebildet werden sie von Sternen. Aber was sind das für Geschichten? Was sind Sterne? Wie kann man sich am Himmel orientieren?

Samstag, 13.11. 2021, 14-15:30Uhr, Klösterle Weil der Stadt

Sterne (ab 12 Jahren)

Wie weit sind Sterne weg? Welche Eigenschaften haben sie? Wie entwickeln sie sich? Woher weiß man das alles? Diesen Fragen gehen wir in diesem Workshop nach.

Mittwoch, 10.11.2021, 16-17:30Uhr, Klösterle Weil der Stadt

SOFIA (ab 10 Jahren)

Die fliegende Sternwarte SOFIA mit ihrem Forschungsprogramm steht im Mittelpunkt dieses Workshops. Warum baut man ein Teleskop in ein Flugzeug? Was ist infrarotes Licht? Welche Himmelskörper werden damit untersucht?

Samstag, 13.11.2021, 10-11:30Uhr, Klösterle Weil der Stadt

Astrofotographie mit einfachen Mitteln ( ab 10 Jahre)

Mitbringen: Handy oder Spiegelreflexkamera oder spiegellose Kamera, Stativ falls vorhanden.
Beschreibung: Wir lernen mit einfachen Mitteln unsere ersten Himmelsaufnahmen zu machen. Mond und Planeten abbilden; Sternbilder-, Milchstraße-, Strichspurenaufnahmen anfertigen.

Freitag, 12.11.2021, 16-17:30Uhr, Klösterle Weil der Stadt

Samstag, 13.11.2021, 16-17:30Uhr, Klösterle Weil der Stadt

Asteroidensuche (ohne Anmeldung)

Mit dem Programm Astrometrica werden Bilder ausgewertet, die das Teleskop Panstarrs aufgenommen hat. An diesem Auswerteprogramm können Schüler- und andere Gruppen teilnehmen. Wir bekommen zweimal im Jahr Bilder zugeteilt, die wir zeitnah nach Asteroiden durchsuchen. Während der Ausstellung ist wieder ein Auswertezeitraum. 

Wie Asteroiden gesucht werden, kann zu folgenden Zeiten mitverfolgt werden:

Dienstag, 09.11.2021, 17:30 bis 18:30Uhr, Klösterle Weil der Stadt

Mittwoch, 10.11.2021, 17:30 bis 18:30Uhr, Klösterle Weil der Stadt

Freitag, 12.11.2021, 17:30 bis 18:30Uhr, Klösterle Weil der Stadt

Von JKS9417 zu 2019 US23

Die Jugendgruppe der Johannes- Kepler- Sternwarte entdeckt einen Asteroiden-Kandidaten

JKS9417 zu 2019 US23

Seit einigen Jahren beteiligt sich die Jugendgruppe der Johannes- Kepler- Sternwarte Weil der Stadt an der Suche nach Asteroiden. Asteroiden sind Gesteinsbrocken, die zu hunderttausenden zwischen Mars und Jupiter um die Sonne laufen. Bekannt sind da noch lange nicht alle. Der größte mit 1000km Länge ist der Zwergplanet Ceres. Die Asteroiden haben sich seit ihrer Entstehung vor 4,5 Milliarden Jahren wenig verändert. Außerdem gibt es auch Objekte, die der Erde nahe kommen können. Um solche kleinen Sonnenbegleiter, zu denen auch Kometen gehören, zu finden, wurde ein Suchprogramm aufgelegt, an dem auch Schulen und Sternwarten teilnehmen können.  Dazu werden vom Teleskop Panstarrs (Panoramic Survey Telescope And Rapid Response System ), das auf Hawaii stationiert ist und eine Kamera mit großem Aufnahmechip enthält, Bilder für die teilnehmenden Auswertegruppen zur Verfügung gestellt. In Deutschland koordiniert das Haus der Astronomie in Heidelberg die Beobachtungskampagnen.

Zweimal im Jahr können die jungen Forscher mit dem Programm Astrometrica die Bilder auswerten. Dabei werden 4 Bilder eines Himmelsausschnitts, die im Abstand von 15 Minuten aufgenommen wurden, in einem Blinkkomparator verglichen. Die Sterne bewegen sich in dieser Zeitspanne nicht merklich. Aber Objekte wie Asteroiden oder Kometen nehmen im Vergleich zu den Sternen auf jedem Bild eine andere Position ein. Solche „hüpfenden“ Lichtpunkte gilt es zu finden und zu dokumentieren. Sie bekommen von den Suchern eine Bezeichnung, zum Beispiel JKS9417. Dies steht für Johannes Kepler Sternwarte, Jahr 2019, Gruppe 4, Objekt Nummer 17.  Beim Entdecken dieser wandernden Lichtpunkte ist der Mensch den Auswerteprogrammen überlegen! Die Auswerteprotokolle werden an das Minor Planet Center geschickt, das seinen Sitz in Cincinnati hat und mit der Internationalen Astronomischen Union (IAU) zusammenarbeitet.

Im Laufe der Zeit haben wir schon viele „hüpfende“ Objekte gemeldet. Aber keines davon war wirklich neu. Wenn ein solches Objekt aber innerhalb von 2 Wochen nach Entdeckung nochmals beobachtet werden kann und noch nicht bekannt ist, bekommt es vom Minor Planet Center eine vorläufig offizielle Bezeichnung und wird unter dieser geführt. Wenn genügend weitere Beobachtungen des Objekts vorliegen und die Bahn nach den Keplerschen Gesetzen bestimmt werden kann, dann dürfen die Entdecker dem Objekt einen Namen geben. Diese Nachbeobachtungen können allerdings Jahre dauern.

Teilnehmer der Jugendgruppe kommen in wechselnder Besetzung während der Beobachtungskampagnen auf die Sternwarte zum Auswerten. Dabei hatten Lucy und Martin Glück und konnten im November 2019 das Objekt  JKS9417  registrieren. Es hat nun die nächste Hürde genommen und wird vom Minor Planet Center unter  2019 US23   geführt. Nun hoffen wir, dass,  schneller als bei der Bahnbestimmung des Mars durch Johannes Kepler, die Bahn unseres Kandidaten gefunden und die Namensgebung vorgenommen werden kann.

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